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Die Viszeralchirurgie-Klinik und ihre Therapiemöglichkeiten

Die Viszeralchirurgie, häufig auch als Abdominalchirurgie oder Bauchchirurgie bezeichnet, umfasst die operative Behandlung der Bauchorgane. Der Begriff leitet sich von dem lateinischen Ausdruck viscera = Eingeweide ab und schließt die Behandlung sämtlicher Organe des Verdauungstraktes ein. Hierzu zählen die Speiseröhre, der Magen, der Dünn-, Dick- und Enddarm, aber auch die Leber, die Bauchspeicheldrüse und die Milz. Weiterhin gehören die operative Behandlung der Schilddrüse, Nebenschilddrüse und Nebenniere, aber auch von Bauchwandbrüchen (Hernien) und die Transplantation von Bauchhöhlenorganen (Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm) zur Praxis der Viszeralchirurgie. Hamburg und seine medizinischen Fachkräfte therapieren das gesamte Behandlungsspektrum, darunter akute Verletzungen, Tumoren, Entzündungen und Fehlbildungen der oben genannten Organe.

Ernst Ferdinand Sauerbruch war ein deutscher Arzt. Er gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Chirurgen des 20. Jahrhunderts und war einer der frühesten Vertreter der Viszeralchirurgie. Hamburg zeigt in seiner Kunsthalle ein Portrait Max Liebermanns (1932) dieses berühmten Chirurgen.

Die Geschichte der Viszeralchirurgie (oder „Bauchchirurgie“)

Historisch erwachsen ist die Viszeralchirurgie, Abdominalchirurgie oder Bauchchirurgie aus der „chirurgischen Gastroenterologie“. In einem Standardwerk des legendären Schweizer Chirurgen Prof. Martin Allgöwer mit dem Titel „Chirurgische Gastroenterologie“ aus dem Jahre 1965 wurde erstmals inhaltlich das später so bezeichnete Fachgebiet „Viszeralchirurgie“ durch die Zusammenführung chirurgischer und internistischer Therapieprinzipien vereint. Seither können die den Fachgebieten der Inneren Medizin und der Chirurgie gemeinsamen Krankheitsbilder und diagnostische Verfahren ohne Redundanz besprochen und konservative oder operative Therapieverfahren entsprechend festgelegt werden. Ziel ist es, jedem Patienten die für ihn individuelle bestmögliche Therapie zukommen zu lassen.

Bauchchirurgie – Hamburg bietet neben chirurgischen auch konservative Therapien an

Über die Jahre umkämpfte Krankheitsbilder können heute meist eindeutig einem konservativen oder operativem Therapiekonzept zugeordnet werden. Im Hinblick auf z.B. eine Ulkuserkrankung ist ein konservatives Vorgehen die Therapie der Wahl. Andererseits, ist die Behandlung des Gallensteinleidens eine Domäne der Viszeralchirurgie. Klinik-unabhängig wird heute sowohl von Internisten als auch von Chirurgen bei Gallenkolik die operative Entfernung der Gallenblase empfohlen. Ein Eingriff der Bauchchirurgie, Hamburg ist dafür optimal ausgestattet. Während die „Viszeralchirugie“ weiterhin durch die operative Therapie gekennzeichnet ist, hat sich mit der „Viszeralmedizin“ eine weitere, meist durch interventionelle Therapieverfahren geprägte Fachdisziplin entwickelt. So findet man im Bereich der „Viszeralmedizin“ sowohl Gastroenterologen als auch Chirurgen. Immer häufiger findet sich in der Viszeralchirurgie-Klinik, eine Unterabteilung für Viszeralmedizin. Die enge Verknüpfung beider Fachdisziplinen zeigt sich auch in der guten Zusammenarbeit der Fachgesellschaft für Gastroenterologie und der Fachgesellschaft für Viszeralchirurgie. Hamburg war Gastgeber des Viszeralmedizin-Kongresses im Herbst 2016, welcher von viszeralchirurgischen Vertretern gleichermaßen wie von Gastroenterologen und Internisten besucht wird. Auch die Ausrichtung des Kongresses erfolgt in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV). So unterscheidet man heute die „Gastroenterologische Chirurgie“, die „Onkologische Chirurgie“ und die „Endokrine Chirurgie“, alle gehören zum Bereich der Bauchchirurgie. Hamburg und insbesondere die MIVENDO Klinik sind in all diesen Bereichen erfahren. Im Rahmen von Spezialisierung und Zentrumsbildung an einigen Universitäts- und Lehrkrankenhäusern unterteilt man nicht selten drei Schwerpunkt-Kliniken in der Viszeralchirurgie. Klinik für „Gastroenterologische Chirurgie“, Klinik für „Onkologische Chirurgie“ und Klinik für „Endokrine Chirurgie“ mit entsprechenden Ausbildungs- und Behandlungsschwerpunkten.

Bauchchirurgie – Hamburg und seine Fachkräfte

In den letzten Jahren setzt sich zur Behandlung der beschriebenen Erkrankungen die Minimalinvasive („Schlüssellochchirurgie“) und insbesondere die laparoskopische Chirurgie in immer mehr Bereichen des Chirurgie-Typs durch. Wir besitzen durch unsere langjährige Ausbildung und Tätigkeit an Universitätskliniken mit minimalinvasiver Ausrichtung eine besondere Expertise auf den Gebieten der Viszeralchirurgie.