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„Schwarzer Hautkrebs“ - Erkennung und Behandlung

Ein malignes Melanom, auch als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet, ist ein Hauttumor, dessen Häufigkeit (Inzidenz) in den letzten Jahren beängstigend zugenommen hat. Es ist zwar meist an der Körperoberfläche lokalisiert und damit einer Entfernung gut zugänglich, allerdings ist schwarzer Hautkrebs auch durch eine frühzeitige Metastasierung gekennzeichnet. Eine solche Erkrankung kann nur durch seine Früherkennung und komplette operative Entfernung (Exzision) geheilt werden. Die primäre Diagnose obliegt dem behandelnden Dermatologen. Eine primäre lokale Exzision mit histologischer Sicherung und Klassifikation erfolgt daher häufig bereits durch den behandelnden Dermatologen, wenn die Patienten in der Allgemeinchirurgie vorstellig werden. Bei uns erfolgen dann in Abhängigkeit von Größe, Eindringtiefe und Klassifikation die Nachexzision mit notwendigem Sicherheitsabstand und die Entfernung des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphknoten). Der Wächterlymphknoten ist der erste darstellbare Lymphknoten im Lymphabstromgebiet des entfernten Hauttumors mit darstellbarer Lymphbahn. Es erfolgt dann üblicherweise durch die Kollegen der Nuklearmedizin eine dynamische Lymphabstrom-Szintigrafie mit einer Tracersubstanz (meist technetiummarkiertes Nanokolloid) und nach Lokalisation des Signals mit der Gammasonde eine Markierung auf der Haut. Zusätzlich kann intraoperativ Methylen- oder Patent-Blau peritumoral injiziert werden, das sich im Wächterlymphknoten anreichert und so das Auffinden erleichtert. Insbesondere wenn ein malignes Melanom am Körperstammes oder in der Kopf-Hals Region lokalisiert ist, können sich mehrere Lymphabflussgebiete zeigen. Im Zweifel werden daher auch mehrere Lymphknoten entfernt. Vom Ergebnis der Sentinal-Lymphknotenentfernung hängen dann das weitere Vorgehen und die Prognose ab.

Ein malignes Melanom und die weitere Behandlung

Falls indiziert, bieten wir Ihnen in der MIVENDO Klinik die komplette Ausräumung betroffener Lymphknoten z.B. in der Achsel (Axilladissektion), der Leiste (Leistendissektion), am Hals (neck dissection) oder im Becken (pelvin/iliacal) an. Da „schwarzer Hautkrebs“ auf systemische Therapieformen verhältnismäßig schlechte Ansprechraten zeigt, hat die u. U. auch wiederholte operative Therapie von regionalen oder Fernmetastasen in Zusammenarbeit zwischen Dermatologen, Dermatoonkologen und Allgemein- und Viszeralchirurgen einen hohen Stellenwert.

Weitere auch detaillierte Informationen zur Entfernung von Lymphknoten/Lymphdrüsen im Bereich der Achsel, Leiste und am Hals finden Sie auf unserer Internetseite unter Lymphdrüsen.